Verdacht auf Kindesmisshandlung

Es gibt verschiedene Situationen im Alltag, in welchen ein Verdacht auf Kindesmisshandlung aufkommen oder sich erhärten kann. Dabei ist es für die Mitmenschen hilfreich, wenn sie sich an die folgenden Merkpunkte halten:

 

Allgemein

• Symptome, Signale oder Hinweise ernst nehmen.

• Sämtliche Symptome, Signale oder Hinweise tagebuchartig dokumentieren (d.h. mit Datums-, Zeit- und Ortsangabe). Beobachtungen und Interpretationen trennen.

• Absprachen mit anderen Personen, die mit dem Kind arbeiten (Fachlehrpersonen, Schulsozialarbeiterinnen, Heilpädagoginnen, usw.) treffen.

• Diskretion zum Schutz des Kindes einhalten.

• Bei Verdacht auf Täterschaft der Erziehungsberechtigten sollen diese zum Schutz des Kindes nicht darauf angesprochen werden.

• Nicht überstürzt und unüberlegt handeln, keine Hektik. Die Symptome können auch eine andere Ursache haben.

 

Wenn das Kind Verletzungen einer möglichen Kindesmisshandlung aufweist

• Sofortige Rücksprache mit der Schulleitung oder der Kinderschutzgruppe.

• Falls das Kind über die Verletzungen spricht, genau zuhören und wörtlich aufschreiben.

• Fragen, wie die Verletzung entstanden ist. Aber nicht weiter nachfragen.

• Ein allfälliger Arztbesuch muss von der Vormundschaftsbehörde organisiert werden.